Einführung von Digitalsteuer in Europa gescheitert

Einführung von Digitalsteuer in Europa gescheitert

Einführung von Digitalsteuer in Europa gescheitert

http://bit.ly/2EYms75

Der Kampf für faire Steuerregeln steht weit oben auf der EU-Agenda. Bei den Beratungen der Finanzministern gibt es Licht und Schatten: Gegenüber Steueroasen ziehen sie die Daumenschrauben an, bei der Digitalsteuer bleibt hingegen nur ein letzter Ausweg. Nach monatelangem Ringen ist die Einführung einer Sondersteuer für Digitalriesen wie Google und Facebook in Europa endgültig gescheitert. […]

Technologie

via t3n – digital pioneers http://bit.ly/2CxAyNr

March 13, 2019 at 12:29PM

Smart City Index: Wien ist das Maß aller Dinge

Smart City Index: Wien ist das Maß aller Dinge

Smart City Index: Wien ist das Maß aller Dinge

http://bit.ly/2EYSHmT

Die Sache mit den Smart Cities ist eine äußerst komplexe. Das geht schon damit los, dass allein der Begriff “Smart” unglaublich schwammig ist. Wir erleben es in vielen Bereichen der Tech-Branche, dass oft leichtfertig alles mit dem Zusatz “smart” etikettiert wird, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Dazu kommt aber außerdem, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt, wie man aus einer Stadt eine solche Smart City macht. Es gibt nicht die perfekte Infrastruktur-Strategie und keinen Plan, nachdem jede Stadt identisch vorgehen könnte. Außerdem müssen viele Schritte nahezu gleichzeitig bewältigt werden, damit eine Smart-City-Strategie auch wirklich funktionieren kann.

Ein Beispiel dafür seht ihr gerade in der E-Scooter-Frage. Wir bekommen ein Gesetz, welches uns erlauben wird, diese Kisten regulär auch auf deutschen Straßen nutzen zu dürfen. Gleichzeitig hauen sich aber auch die unterschiedlichen Lobby-Vereine die Köpfe ein. Während der E-Scooter-Lobby die Ansätze der Regierung noch nicht weit genug gehen, haben die Fußgänger-Lobby-Vereine das Gefühl, dass das Leben des Fußgängers zukünftig deutlich gefährlicher wird.

Vermutlich liegen sogar beide Parteien richtig damit, denn logischerweise ist es gerade für ältere und eingeschränkte Fußgänger schwieriger, wenn Menschen mit diesen elektrisch angetriebenen Flitzern die Bürgersteige der Städte bevölkern. Also muss man andere Hebel ansetzen, damit alles funktioniert. In diesem Fall müsste man dafür sorgen, dass man allen Fortbewegungsmitteln jenseits von Autos mehr Platz einräumt. Würde man von drei Autospuren eine für Fahrräder und E-Scooter reservieren, wäre allen gedient — okay, die Autofahrer werden das anders sehen. Denen muss man es also auch gleichzeitig schmackhafter machen, auf einen E-Scooter oder auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen, um die Städte zu entlasten.

Roland Berger Smart City Index 2019

Ihr seht also, dass die Nummer ziemlich komplex ist und wir haben jetzt gerade nur einen kleinen Teilaspekt angesprochen. Die Unternehmensberatung Roland Berger befasst sich seit Jahren mit Zukunftstechnologien und auch ganz speziell mit der Smart City. Im vorletzten Jahr gab es den ersten Smart City Index des Unternehmens, bei dem seinerzeit 87 Großstädte aus der ganzen Welt berücksichtigt und bewertet wurden. In diesem Jahr hat man das auf 153 Städte ausdehnen können.

Wer sich den Report ansehen möchte, findet ihn als PDF-Datei hier. Bei Roland Berger setzt man auf ein ganzheitliches Konzept für Smart Cities, welches sehr viele verschiedene Facetten berücksichtigt und nach dem die Städte dann bewertet werden. 

Bei Roland Berger bemängelt man, dass bislang 90 Prozent der betrachteten Großstädte keine ganzheitliche Smart-City-Strategie erarbeitet hätten. So kann man sich zwar darüber freuen, dass die Liste zwar mittlerweile auf 153 Städte angewachsen ist, die meisten Metropolen sind aber nach wie vor ohne komplettes Konzept. Weiter wird bemängelt, dass einige Städte zwar vorzeigbare Strategien erarbeitet hätten, die Umsetzung aber Schwächen aufweist oder schlicht zu langsam erfolgt.

Den Spitzenplatz im Ranking nimmt — wie im Vorjahr — Wien ein. Auf Platz 2 folgt ebenfalls eine europäische Hauptstadt mit London, danach dann belegt St. Albert in Kanada den dritten Platz.

Unter den Top 15 dieser 153 Städte befinden sich neben Wien und London mit Paris, Santander und Birmingham immerhin insgesamt fünf europäische Metropolen. China bringt es gleich auf sechs Städte, während die USA, auf die wir in Sachen Tech immer gerne schauen, lediglich Chicago als Stadt mit einer wirklich akzeptablen Smart-City-Strategie vorzuweisen hat.

Lediglich diese 15 Städte können ein komplettes Strategie-Paket für Smart Cities vorweisen und von diesen 15 können sich nur die ersten 8 rühmen, auch bei der Umsetzung bereits ordentliche Fortschritte zu verzeichnen. Auf Der Seite der Unternehmensberatung Roland Berger erklärt Thilo Zelt, wieso sich Wien erneut den Platz an der Spitze des Rankings sichern konnte:

So überzeugt Wien nicht nur mit vernetzten Lösungen für Mobilität und Umwelt, einem fortschrittlichen E-Health-Ansatz und – ein Novum in den deutschsprachigen Ländern – offenen Verwaltungsdaten, sondern hat auch eine standardisierte Fortschrittskontrolle für alle Smart City-Projekte eingeführt. Gesteuert wird alles durch die zentrale Smart City Agency, die technische Kompetenzen bündelt und zudem die Interessen von Stadt, Service- und Lösungsanbietern sowie der Regierung koordiniert. Thilo Zelt

Weiter lobt man in seinem Bericht, dass London beispielsweise Parkbänke und Straßenlaternen einsetzt, die sowohl WLAN-Hotspots sind, Sensoren für das Messen der Luftqualität besitzen und man an den Laternen auch E-Autos aufladen könne. Für Singapur erwähnt man lobend das “digitale Identifikationssystem, intelligente Beleuchtungssysteme, autonome Shuttles und Telemedizin”.

Vor allem in Asien sehen wir schlüssige und ganzheitliche Konzepte für Smart Cities, Deutschland spielt nahezu überhaupt keine Rolle. Mit Berlin schafft es lediglich eine einzige deutsche Stadt überhaupt ins erste Drittel der 153 bewerteten Metropolen. Eine Bewertung, die allerdings kaum jemanden überraschen dürfte, der sich mit Smart Cities im Allgemeinen und Smart Cities in Deutschland im Speziellen auseinandersetzt.

In unserem Land wie auch in so ziemlich allen anderen Ländern der Welt mangelt es oft gar nicht mal am Willen, sich für die Zukunft aufzustellen, sondern mehr an der Umsetzung. Wie bereits erwähnt, scheitern daran aktuell selbst die Städte, die über starke Smart-City-Konzepte verfügen. Bei Roland Berger hat man dafür auch ausmachen können, woran das liegt. Nicht daran, dass man die geplanten Dinge nicht umsetzen möchte oder kann, sondern dass man in einem Kompetenz-Dschungel erst einmal erkennen müsste, wer wo für was zuständig ist.

Wer beispielsweise ein Konzept für E-Mobilität erarbeiten möchte, muss immer auch ein Verkehrsmanagementsystem sowie ein intelligentes Lademanagement mit einplanen, sagt Thilo Zelt in seiner Analyse. Oft weiß man also nicht, wer explizit zuständig ist und unterschiedliche Behörden werden nicht entsprechend koordiniert.

Wie das besser geht, sähe man seiner Meinung nach in Wien und Lodon, wo nämlich mit der Smart City Agency (Wien) bzw dem Chief Digital Officer (London) zentrale Entscheidungsorgane geschaffen wurden, die die Koordination vornehmen und demzufolge auch wenig überraschend den Smart City Index anführen.

Ein weiterer wichtiger Themenkomplex in einer ganzheitlichen Smart-City-Strategie wären die rechtlichen Rahmenbedingungen, die vielfach erst noch geschaffen werden müssen. Hier muss die Balance zwischen Rechtssicherheit und Datenschutz gelingen, damit ein solches Konzept funktionieren kann.

Ihr seht also, dass ein komplettes, schlüssiges Konzept für eine Smart City auf vielen Säulen stehen muss und viele Hebel gleichzeitig bedient werden müssen. Wir haben nun mal nicht die Situation, dass wir auf dem Reißbrett Städte neu erschaffen können, sondern müssen sehen, wie wir die vorhandenen Städte entsprechend umbauen. Hier und da sieht man die Bestrebungen auch in Deutschland, aber es ist leider noch sehr viel Luft nach oben. Das ändert auch dieser Smart City Index nicht, aber er liefert viele Ansätze, an denen sich die Metropolen dieses Planeten durchaus orientieren können.

So sieht nach Roland Berger das Framework für ein ganzheitliches Smart-City-Konzept aus

Quelle: Roland Berger via t3n

Technologie

via Mobilegeeks.de http://bit.ly/2yr4A2y

March 11, 2019 at 10:12PM

Mobilität der Zukunft: Warum uns der Hype um Flugtaxis nicht voranbringt

Mobilität der Zukunft: Warum uns der Hype um Flugtaxis nicht voranbringt

Mobilität der Zukunft: Warum uns der Hype um Flugtaxis nicht voranbringt

http://bit.ly/2F6bexI

Die Flugtaxis sind zurück und mit ihnen die Frage, was die elektrischen Vehikel für die Mobilität von morgen leisten können – und was vermutlich eher nicht. Ein Kommentar. Ja, Deutschland könnte ein wenig mehr Optimismus vertragen, wenn es um die Digitalisierung geht. Und ja, wir sollten nicht immer nur über schlechte Infrastruktur reden – das […]

Technologie

via t3n – digital pioneers http://bit.ly/2CxAyNr

March 12, 2019 at 02:03PM

Boeings fixes to 737 MAX software delayed by government shutdown report claims

Boeings fixes to 737 MAX software delayed by government shutdown report claims

Boeing’s fixes to 737 MAX software delayed by government shutdown, report claims

http://bit.ly/2TShZwx

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A Lion Air Boeing 737 MAX 8 crashed in October 2018; a software fix based on the investigation was delayed by the US government shutdown. It’s possible that the fix could have prevented the crash of a similar aircraft in Ethiopia on March 10, 2019.

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Despite two crashes within six months, a growing number of grounding orders worldwide for the Boeing 737 MAX, and a number of recent complaints from US pilots over problems with the aircraft’s automatic trim controls, the Federal Aviation Administration continues to allow the 737 MAX to fly. „The United States Federal Aviation Administration is not mandating any further action at this time, and based on the information currently available, we do not have any basis to issue new guidance to operators,“ a Boeing spokesperson said in a March 12 statement.

But government inaction may have been at least partially to blame for the crash of an Ethiopian Airlines 737 MAX on March 10—the US government shutdown reportedly pushed back a fix to the aircraft’s software for more than a month.

On March 11, Boeing announced that the company „has been developing a flight control software enhancement for the 737 MAX, designed to make an already safe aircraft even safer.“ The shutdown of non-essential operations at the FAA caused work on the fix to be suspended for five weeks, according to unnamed US officials cited by the Wall Street Journal. The fix is expected to be mandated for installation by the FAA by the end of April.

The update seeks to correct what may have been the root cause of the crash of Lion Air Flight 610 in Indonesia last October—the Maneuvering Characteristics Augmentation System’s (MCAS‘) reliance on a single sensor to determine whether the aircraft is entering a stall. But according to a WSJ report, that fix was delayed because the FAA shutdown interrupted the approval process.

„We don’t have any comment on claims in the WSJ’s story,“ a Boeing spokesperson told Ars.

A stall occurs when an aircraft’s angle of attack (AOA)—the relative angle of the aircraft’s wing surfaces to the flow of air across them—reaches the point where the wing can no longer generate enough lift to sustain flight. Usually, this happens in a climb with insufficient air speed. Automatic control systems such as MCAS try to solve this problem by pushing the nose of the aircraft down—putting the aircraft into a descent and increasing airspeed and relative airflow across the wings. MCAS relies on an AOA sensor to determine whether this is required. If the AOA sensor is faulty, it could create a false signal of a stall—which is what happened in the case of Lion Air Flight 610 and may have been the issue with the Ethiopian Airlines flight.

The MCAS software update includes a new „enhanced flight control law,“ a Boeing spokesperson said, which „incorporates [AOA] inputs, limits stabilizer trim commands in response to an erroneous angle of attack reading, and provides a limit to the stabilizer command in order to retain elevator authority.“

In other words, it uses multiple sensor inputs to determine whether adjustments to the flight controls are necessary, giving the pilot direct control over the tail control surfaces to override any automatic adjustments. Currently, the pilot would have to entirely disable automatic stabilizer trim to counteract „stabilizer trim runaway“ in the event of a sensor error.

Go home, 737 MAX…

On March 13, the European Union’s civil aviation authorities joined China, Australia, Singapore, Ethiopia, Malaysia, the United Kingdom, and a number of Latin American air carriers in grounding Boeing 737 MAX aircraft after the crash of the Ethiopian Airlines flight just after take-off on March 10. As the EU imposed its grounding, a number of 737 MAX aircraft were forced to turn around in flight because they were no longer considered airworthy at their destinations.

This poor guy got turned around. pic.twitter.com/M7MZ5bK32n

— Outdated Ineffective Wall (@darthbender) March 12, 2019

Today, Canada’s transportation minister announced a grounding of all 737 MAX aircraft in Canada and a ban on the incursion of 737 MAX aircraft from other countries into Canadian airspace. The decision, Minister Marc Garneau said, was based on new satellite tracking data reviewed by Canadian aviation authorities.

Meanwhile, Boeing continues to stand behind the safety of the aircraft. „We understand that regulatory agencies and customers have made decisions that they believe are most appropriate for their home markets,“ a Boeing spokesperson said. „We’ll continue to engage with them to ensure they have the information needed to have confidence in operating their fleets.“

Those concerns may not be addressed until the software patch for MCAS is pushed out.

Technologie

via Ars Technica http://bit.ly/2TqRI92

March 13, 2019 at 05:42PM

Fünf Wege in die digitale Verwaltung

Fünf Wege in die digitale Verwaltung

Fünf Wege in die digitale Verwaltung

https://ibm.co/2XWp9yF

Laut dem European Digital Government Barometer 2017 wünschen sich 85 Prozent der Befragten eine digitale Verwaltung. Sie erhoffen sich davon Zeitersparnis und mehr Flexibilität, beispielsweise bei der Steuererklärung, dem Meldewesen oder der Beantragung von staatlichen Leistungen. Technologie allein wird diese Wünsche in Deutschland nicht erfüllen. Aber es gibt Ansätze, die in föderalen, risikofreien Systemen Lösungswege aufzeigen können.

Der Wandel zieht auch in die Amtsstube ein

Die deutsche Gesellschaft verändert sich; als entscheidende Treiber gelten drei Faktoren: Der demografische Wandel, die Entwicklung hin zu einer Informations- oder Wissensgesellschaft und die veränderten Wertvorstellungen der Gesellschaft. Sie beeinflussen das Vertrauen in Institutionen und europäische Werte, zudem verspüren viele BürgerInnen ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis. Diese Aspekte bedingen Veränderungen im Öffentlichen Sektor und führen dazu, dass auch hier immer mehr über die Digitalisierung nachgedacht wird.

Die BürgerInnen selbst begrüßen diese Entwicklung, merken aber auch, dass die föderale Struktur des Öffentlichen Sektors bisweilen eine Herausforderung bei der Umsetzung sein kann. Funktionstüchtige lokale Lösungen beweisen aber, dass auch die Verwaltung hierzulande offen gegenüber neuen Ansätzen ist. Eine Besonderheit ist außerdem, dass der Öffentliche Sektor risikofrei aufgebaut ist, d.h. das Credo „Wer wagt gewinnt“ wird hier nicht gelebt. Im Rahmen des IBM IT-Kompass wurden 100 Behördenvertreter zum Stand der Digitalisierung befragt. Sie gaben an, dass Strukturen, eine unklare Rechtslage und Ressourcenengpässe derartige Projekte bisweilen ausbremsen würden. Doch auch hier erleben wir ein Umdenken: Seitens der Rechtslage gibt es schon viele Verbesserungen und auch die benötigte Technologie ist grundsätzlich verfügbar. Aber auf die allein kommt es am Ende nicht an.

Bei genauerem Hinsehen stellt man fest: Der Öffentliche Sektor besitzt nicht die gleiche Anpassungsfähigkeit wie der private. Und die ist für den erfolgreichen Wandel zu einer Verwaltung 4.0 nötig. Erfolgreiche Projekte wie die e-Akte oder HERKULES aber machen Mut. Sie zeigen, dass die Digitalisierung die Verwaltung in vielfältiger Art und Weise zukunftsfähig machen kann. Damit diese Insellösungen den Startpunkt für eine flächendeckende digitale Verwaltung markieren können, sollte die Verwaltung fünf Ansätze verfolgen:

1. Neue Verantwortungsmodelle schaffen

Streng hierarchische Strukturen sollten in Frage gestellt werden. Für die Umsetzung von Digitalprojekten sollten die Fähigkeiten ausschlaggebend sein – und wenn diese nicht vorhanden sind, sollten externe Partner zu Rate gezogen oder entsprechende Ressourcen geschaffen werden. Nur interdisziplinäre Teams sind in der Lage, Lösungen zu erarbeiten, die von allen getragen werden können. Mut, etwas anzupacken und auch mal anders zu machen, ist der erste Schritt.

Außerdem ist es wichtig, dass in den Köpfen der Beamten ein Umdenken stattfindet: Hochkomplexe digitale Lösungen gibt es nicht von der Stange. Die Entscheider in der Öffentlichen Verwaltung müssen sich also von dem Gedanken verabschieden, eine fertige Lösung zu kaufen – stattdessen sollten sie das Hauptaugenmerk auf den Weg dorthin richten.

2. Mehr Vernetzung von Verwaltung, Forschung und Industrie

Die starke Zergliederung des Öffentlichen Sektors hemmt den Informationsfluss – dabei ist es in Umbruchzeiten wichtig, stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Die Vernetzung untereinander – ungeachtet föderaler Strukturen – schafft Abhilfe. Zudem ist es auch ratsam, über andere Akzente in der Zusammenarbeit mit Forschung und Industrie nachzudenken. Nur wer miteinander ins Gespräch kommt, kann neue Erkenntnisse gewinnen. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern der Gesellschaft kann zudem die Suche nach Talenten vereinfachen und neue Geschäftschancen für den Öffentlichen Sektor eröffnen.

3. Design Thinking als Methode

Die Öffentliche Verwaltung sollte bei ihren Projekten die Anforderungen und Erfordernisse der BürgerInnen in den Fokus stellen. Um dies umzusetzen, bietet sich eine Methode an, die wir Design Thinking nennen.

Dabei ist der Nutzen für die BürgerInnen die Prämisse bei jeder Handlung und der Erfolg basiert auf dem Wert, den die Behörden für andere generieren. Um die Probleme der BürgerInnen zu verstehen, müssen diese über den gesamten Prozess mit einbezogen werden. Interdisziplinäre Teams brechen in diesem Ansatz auch Silos und Abteilungsgrenzen auf und können Lösungsansätze für die unterschiedlichsten Problemstellungen entwickeln.

Zugleich sollte der Leitspruch „Alles ist ein Prototyp“ gelten. Denn nur, wenn die Verwaltung auch bereits produktive Lösungen immer wieder unter die Lupe nimmt und mit den Bedürfnissen der BürgerInnen abgleicht, können gute digitale Lösungen entstehen. Zudem zeigt der iterative Prozess schnell, ob eine Idee greift oder nicht.

4. Plattformen nutzen und auf kleine Projekte setzen

Auf Projektebene können zwei Grundgedanken dem Öffentlichen Sektor bei der Digitalisierung helfen: Zum einen kann es ratsam sein, mit einem kleinen, vergleichsweise schnell umsetzbaren Projekt zu beginnen. Die schnellen Erfolge wirken positiv nach innen, weil sie motivieren und positiv nach außen, weil sie den Nutzern die gewünschten digitalen Services zur Verfügung stellen. Zum anderen kann das Etablieren von Plattformen das Zusammenwirken vieler Parteien erleichtern. Als Vorbild kann der IBM Insurance Service Hub dienen: Im Rahmen dieses Projektes wurde der Informations- und Dokumentaustausch zwischen Ärzten, Versicherungen und Patienten digitalisiert. Dieses Modell kann auch im Verwaltungsumfeld Schule machen, denn auch hier liegen ähnlich komplexe Strukturen und Regularien vor.

5. Das Prinzip „Security by Design“ beherzigen

Wenn die Digitalisierung erfolgreich voranschreiten soll, dann müssen sich sowohl die beteiligten Organisationen als auch die BürgerInnen stets auf die Sicherheit ihrer Daten und den entsprechenden Datenschutz verlassen können. Leaks und andere Skandale aus Cyberangriffen wirken wie Nadeln im Luftballon – sie bringen den Traum in Sekundenschnelle zum Platzen. Daher ist es wichtig, jedes Digitalisierungsprojekt von Anfang an nach stringenten Sicherheitsregeln zu planen und umzusetzen und auch in einem übergreifenden Security Operation Center zu beschützen.

Interessiert, mehr über unsere Ansätze zu erfahren und sie gemeinsam mit uns zu diskutieren? Der Kongress Digitaler Staat ist eine gute Gelegenheit dazu – wir sind am 2. und 3. April in Berlin dabei!

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Digitalisierung – Digitale Transformation

via IBM THINK Blog DACH https://ibm.co/2qFsZNa

March 13, 2019 at 10:51AM

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