Bilderparade DXXXV

Bilderparade DXXXV

Bilderparade DXXXV

http://bit.ly/2Rnm7zg

Umweltbewusster als der beschlossene Kohleausstieg für das Jahr 2038, sportlicher als Dänemark bei der Handball-Weltmeisterschaft, appetitlicher als das Finale von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ und irgendwie beruhigender und passender, als als Traumschiff-Passagier Florian Silbereisen als Kapitän zu wissen… 100 zuckersüße bis superlustige Bilder haben es in den dieswöchigen Kofferraum namens „Bilderparade“ geschafft. Viel Spaß beim Durchschauen und habt einen gelungenen Wochenstart!

Hinweis: Per Klick auf die Bilder könnt ihr die Motive größer angezeigt bekommen, mit den Pfeiltasten (rechts/links) könnt ihr dann zum nächsten/vorherigen Bild springen. Die Bildnummern sind Direktlinks zu den Motiven, so dass ihr euer Lieblingsbild einfacher mit Freunden teilen könnt. Du hast ein skurriles / lustiges / schönes / besonderes / tolles Bild für die nächste Ausgabe der Bilderparade? Dann schick mir doch eine Nachricht! Ich erhalte viele Bilder per Zusendung oder finde sie im Netz – sollte eines davon von dir sein und du es nicht hier wünschen, melde dich gerne bei mir und ich entferne es unverzüglich.

Dieser Beitrag hat mehrere Seiten:

Unterhaltung

via LangweileDich.net http://bit.ly/2O1J1KU

January 28, 2019 at 08:46AM

Funklöcher: Bundespräsident hält Brandrede für den ländlichen Raum

Funklöcher: Bundespräsident hält Brandrede für den ländlichen Raum

Funklöcher: Bundespräsident hält Brandrede für den ländlichen Raum

http://bit.ly/2FPaIqD

Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in einer Rede laut darüber beklagt, dass hierzulande vor allem im ländlichen Raum immer noch eine mangelnde Mobilfunkabdeckung herrscht. Das Staatsoberhaupt ist sich sicher: „Das müsste in Deutschland doch wirklich besser klappen! Höchste Zeit, dass sich da etwas tut!“

Der Bundespräsident sieht vor lauter Funklöchern rot

Die Diskussion zur digitalen Infrastruktur in Deutschland wird seit Jahren hitzig geführt. Jetzt hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Eröffnung des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung in Berlin in einer Rede seinem Unmut über die Entwicklung Ausdruck verliehen – diese ist auf der

Webseite des Bundespräsidenten

(via

heise

) in voller Länge einsehbar. „Niemand käme bei zu wenigen Menschen in einem Dorf auf die Idee, die Elektrizität oder die Wasserversorgung abzustellen. Und genauso wie Strom und Wasser gehört schnelles Internet heute zur Grundversorgung!“ Aus eigener Erfahrung wisse er aber: „Zu viele Orte liegen im Funkloch.“

Infografik: Selbst 4G ist in Deutschland noch nicht wirklich angekommen

Wie Steinmeier ausführt, sei es die Aufgabe des Staates, eine entsprechend gute Infrastruktur zu gewährleisten, denn „eine gute Infrastruktur ist mehr als Daseinsvorsorge, sie ist Dableibevorsorge“. Diese Aufgabe sehr ernst zu nehmen, sei auch der Tatsache geschuldet, dass die Fläche Deutschlands zu 90 Prozent aus ländlich geprägten Gebieten besteht und die Mehrheit der Deutschen auf dem Land wohnt. „Rund die Hälfte unserer Wirtschaftskraft wird hier geschaffen. Und jeder zweite Arbeitsplatz hängt an Betrieben, die außerhalb der Städte den Menschen eine Perspektive geben.“

Dabei ist sich das Staatsoberhaupt sicher, dass nach

4G

auch der kommende Mobilfunkstandard 5G nicht alleine die erhoffte Lösung bringen kann, trotzdem sei auch hier ein gezielter Aufbau auf dem Land wichtig: „5G allein wird den ländlichen Raum nicht zukunftsfest machen, aber der ländliche Raum darf keinesfalls komplett von technischen Entwicklungen abgehängt werden“, so Steinmeier. „Dem Staat dürfen seine Bürger nicht weniger wert sein, nur weil sie auf dem Land wohnen!“

Unterschiede bleiben

Dabei ist auch dem Bundespräsidenten klar, dass sich Unterschiede zwischen Stadt und Land in vielen Bereichen nicht einfach so einebnen lassen: „Das liegt in der Natur der Sache. ‘Gleichwertige Lebensverhältnisse‘ – dieser Begriff steht in unserem Grundgesetz – bedeuten nicht gleiche Lebensverhältnisse.“ Eines sei aus seiner Sicht aber auch ganz klar: „Wo immer Menschen leben und arbeiten, brauchen sie schnelles Internet“, so Steinmeier.

Jeder kann mitmelden Funkloch-App der Bundesnetzagentur Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast O2

2019-01-23T19:31:00+01:00John Woll

Technologie

via WinFuture News http://bit.ly/2R5nbrt

January 23, 2019 at 07:38PM

PAV: Das autonome Flugtaxi von Boeing ist erstmals geflogen!

PAV: Das autonome Flugtaxi von Boeing ist erstmals geflogen!

PAV: Das autonome Flugtaxi von Boeing ist erstmals geflogen!

http://bit.ly/2HySqLW

Über Flugtaxis wurde in Deutschland im vergangenen Jahr viel geredet. Tatsächlich finden sich mit den Firmen Volocopter und Lilium Aviation hierzulande zwei vielversprechende Startups aus diesem Bereich. Doch auch etablierte Konzerne haben das Thema längst im Blick. So hat Boeing vor rund einem Jahr ein entsprechendes Konzept vorgestellt. Nun wurde erstmals der dazugehörige Prototyp präsentiert. In Manassas im US-Bundesstaat Virginia hob das Flugobjekt einmal kontrolliert ab und landete anschließend wieder sicher auf der Erde. Für die beteiligten Ingenieure stellt dies einen großen Erfolg dar. Allerdings ist der Weg bis zu einem alltagstauglichen Produkt noch weit. Bei den nächsten Probeflügen soll dann auch erstmals der Wechsel vom Senkrechtstart in den Vorwärtsflug in der Praxis getestet werden.

Bild: Boeing

Das Flugtaxi soll den Verkehr revolutionieren

Das „Passenger Air Vehicle“ – kurz: PAV – genannte Flugtaxi wird von einem Elektromotor mit entsprechender Batterie angetrieben. Die Reichweite liegt daher auch nur bei rund 80 Kilometern. Insgesamt acht Propeller und vier Tragflächen sollen dafür sorgen, dass der Flieger in der Luft bleibt und in die gewünschte Richtung gleitet. Mit einer Länge von 9,14 Metern handelt es sich um ein eher kleines Flugzeug. Dementsprechend dürfte die Anzahl der Passagiere an Bord auch sehr begrenzt sein. Tatsächlich plant Boeing, das „Passenger Air Vehicle“ vor allem im Bereich des Individualverkehrs zum Einsatz zu bringen. Parallel dazu ist – unter dem Namen „Cargo Air Vehicle“ – auch die Nutzung als Transportflugzeug geplant. Hier liegt die Nutzlast allerdings bei lediglich 227 Kilogramm.

Auch andere Firmen sind in dem Bereich aktiv

Einen Zeitplan für die weitere Entwicklung des Flugtaxis benannte Boeing nicht. Denn bisher hat der Konzern lediglich unter Beweis gestellt, dass die Riesendrohne für den Personentransport tatsächlich fliegen kann. Noch besitzt das Gerät aber keine offizielle Zulassung. In anderen Ländern ist man schon etwas weiter: So wurden in Singapur und Dubai bereits erste Flugtaxis unter realen Bedingungen getestet. Gleichzeitig drängen auch deutsche und europäische Firmen auf den Markt. So ist sich der deutsche Autobauer Audi sicher: „Flugtaxis werden kommen!“ – und investiert dementsprechend massiv in diesen Bereich. Auch der Flugzeugbauer Airbus hat bereits ein entsprechendes Konzept vorgestellt.

Via: Engadget

Technologie

via Trends der Zukunft http://bit.ly/2TX0BUn

January 24, 2019 at 02:22PM

Der richtige Weg? Facebook Messenger WhatsApp & Instagram sollen miteinander verknüpft werden

Der richtige Weg? Facebook Messenger WhatsApp & Instagram sollen miteinander verknüpft werden

Der richtige Weg? Facebook Messenger, WhatsApp & Instagram sollen miteinander verknüpft werden

http://bit.ly/2WdAXvE

 

Google ist aktuell mal wieder damit beschäftigt, die Messenger-Sparte neu zu sortieren und dabei unter anderem Hangouts durch Hangouts zu ersetzen (!). Doch auch beim großen Messenger-Konkurrenten Facebook könnten nun riesige Umbauten bevorstehen, deren Tragweite sich aktuell kaum abschätzen lässt (im positiven wie im negativen Sinne). Alle drei großen Plattformen des Unternehmens sollen untereinander kompatibel werden.

Während Google

zeitweise 9 Messenger im Programm hatte

und kein einziger davon der Konkurrenz das Fürchten lehren konnte, sieht das Facebook ganz anders aus: Das Unternehmen beherrscht den Messenger-Markt gleich doppelt und die Produkte sind für viele Nutzer gar nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist von WhatsApp und vom Facebook Messenger, aber auch von der Nachrichtenfunktion von Instagram. Alle drei sollen nun auf eine gemeinsame Basis gebracht werden.

Laut einem Bericht der New York Times möchte es Facebook seinen Nutzern künftig ermöglichen, mit allen drei Messengern jeweils alle Nutzer erreichen zu können – das umfasst WhatsApp, den Facebook Messenger sowie Instagram. Künftig soll es also möglich sein, per WhatsApp die Instagram-Nutzer, per FB Messenger die WhatsApp-Nutzer und so weiter zu erreichen. Das Ganze dann auch Ende-zu-Ende-verschlüsselt – was bisher nur bei WhatsApp der Fall ist.

Da alle 3 Messenger grundverschieden aufgebaut sind, verschiedene Funktionsumfänge haben und auch keine einheitlichen Kontaktlisten pflegen, dürfte das eine Mammutaufgabe sein, die aber noch Ende 2019 oder spätestens Anfang 2020 abgeschlossen werden soll. Diese Pläne sollen übrigens auch dafür gesorgt haben, dass die WhatsApp- und Instagram-Gründer das Unternehmen verlassen haben. Alle 3 Produkte sollen aber dennoch einzeln bestehen bleiben, auch als eigenständige Messenger.

Es wird interessant sein, wie diese Verknüpfung aussehen wird und welche Auswirkungen sie haben wird. Werden die Nutzer das gut finden, werden sie die Zwangsverknüpfung mitmachen? Was sagen die Datenschützer und Kartellwächter dazu? Viele Fragen, die viele Menschen wohl in den nächsten Monaten beschäftigen werden. Vielleicht sorgt es auch für eine neue Diskussion, die Google in die Karten spielen könnte? Warten wir es ab…

Siehe auch
» WhatsApp: Sticker lassen sich schon bald per Gboard einfügen & verschicken – so geht es schon jetzt

[The Verge]

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Technologie

via GoogleWatchBlog http://bit.ly/2CKB6Pm

January 25, 2019 at 05:07PM

Elektromobilität: Diese Elektroautos kommen 2019 auf den Markt

Elektromobilität: Diese Elektroautos kommen 2019 auf den Markt

Elektromobilität: Diese Elektroautos kommen 2019 auf den Markt

http://bit.ly/2B7ol06

Endlich wird die Auswahl an Elektroautos größer. Einige Modelle zählen zwar zur Oberklasse, doch vor allem kleine und kompakte Fahrzeuge bereichern den Markt. Die Palette reicht von absoluten Neulingen bis zu etablierten Marken, die jetzt auf Elektromobilität setzen.

Als Argumente gegen den Umstieg auf ein Elektroauto hört man in der Regel diese zwei Gründe: Es gibt zu wenige Ladesäulen, und die Auswahl an Fahrzeugen ist zu gering. Zumindest Letzteres wird 2019 anders. In unserer Übersicht stehen 14 Modelle, die neu oder überarbeitet in den Handel kommen.

Aus deutscher Sicht wird es spannend, was Porsche, Daimler und Audi auf die Räder stellen. Wobei die drei Modelle jenseits der 70.000 Euro ganz klar Luxusautos sind. Porsche möchte mit seinem Taycan belegen, das sportliches Fahren auch elektrisch möglich ist. Mit der 800-Volt-Systemtechnik will man wiederholte Sprints und vor allem schnelles Aufladen der Batterie realisieren. Die anderen beiden Hersteller setzen auf klassisches SUV-Design. Der EQC basiert auf den GLC-Modellen von Mercedes-Benz und wird ab Juli ausgeliefert. Audis E-Tron könnte man mit einem Modell aus der Q-Reihe verwechseln.

Audi eTron

DS3 Crossback E-Tense

e.Go Life

Hyundai Kona

Hyundai Ioniq

Fahrzeugtyp

SUV

Crossover

Kompakt

Mini-SUV

Limousine

Versionen

55 quattro

20/40/60

2

Reichweite in km (WLTP)

417

300

121/142/184 (NEFZ)

449

280

Batteriekapazität in kWh

95

50

14,9/17,9/23,9

64

28

Leistung in kW (Peak)

265

100

20/40/60

100/150

88

Verbrauch auf 100 km

26,2 – 22,5 WLTP

n.n.b.

11,9/12,1/12,5 (NEFZ)

15,4 – 15

11,5

Höchstgeschwindigkeit in km/h

200

n.n.b.

116/130/152

167

n.n.b.

Preis in Euro (ab)

80.000

n.n.b.

15.900/17.400/19.900

34.600

33.000

Elektroautos 2019 (Quelle: Herstellerangaben und eigene Recherche)

Die Ingolstädter präsentierten bereits im Herbst 2018 den lange erwarteten E-Tron in San Francisco – quasi vor der Haustür von Tesla. Mutig, sagen die einen, großspurig die anderen. Kurz darauf musste Audi den Auslieferungstermin aufgrund von Softwareproblemen verschieben. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Batterielieferant LG Chem seine Preise anheben möchte. Somit erhalten die ersten Kunden frühestens im März ihren SUV aus dem Brüsseler Audi-Werk.

Der Porsche Mission E Cross Turismo… (Bild: Porsche)

Stellenmarkt

Robert Bosch GmbH, Stuttgart

CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Da will Tesla schneller sein. Bereits im Februar sollen die ersten deutschen Kunden die Chipkarte zum Öffnen des Model 3 in den Händen halten. Elon Musk zielt mit dem Fahrzeug zwar auf den Massenmarkt. Doch bei Einstiegspreisen ab 55.000 Euro dürfte das schwierig werden. Die Versionen mit Preisen um die 35.000 Euro werden noch länger auf sich warten lassen.

Die ersten Besteller haben fast drei Jahre auf das Auto gewartet. Bestellt man jetzt ein Model 3, wird auf der Webseite März 2019 als Lieferdatum angegeben. Der US-Autobauer schafft das, weil er die Auswahl einschränkt. Es gibt zunächst nur eine Langstrecken-Variante (ab 55.400 Euro) und eine Performance-Version (ab 66.100 Euro). Käufer können lediglich zwischen zwei Innenraumfarben und fünf Lackierungen wählen.

Technologie

via Golem.de http://bit.ly/2CXsAOp

January 25, 2019 at 12:03PM

Der Stickstoffdioxid-Grenzwert hat seine Berechtigung

Der Stickstoffdioxid-Grenzwert hat seine Berechtigung

Der Stickstoffdioxid-Grenzwert hat seine Berechtigung

http://bit.ly/2DA43ht

Was bisher geschah? Am 23.01.2019 veröffentlichten rund 100 Lungenfachärzte ein Positionspapier, in dem sie die Gesundheitsgefahr durch Stickstoffdioxid anzweifeln und die Politik auffordern, die geltenden Grenzwerte zu überprüfen. Diese führen derzeit unter anderem in den Städten Hamburg und Stuttgart zu Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge. Eine Maßnahme, die vielen Städten von Gerichten in ihre Luftreinhaltepläne diktiert wurde.

These 1: NOx ist nicht gesundheitsschädlich

Fangen wir mit dem Thema an, das den Menschen, die es am Mittwoch aufs Tableau gebracht haben, am nächsten ist: der Gesundheit. „Es gibt keine Feinstaub- oder NO2-Erkrankung der Lunge oder des Herzens, die man im Krankenhaus antrifft“, sagt Martin Hetzel, Chefarzt der Lungenklinik im Rot-Kreuz-Krankenhaus Stuttgart. Derartige Behauptungen seien „unseriöser, ideologiegeleiteter Populismus“.

Einer, der das ganz anders sieht, ist Christian Witt, ebenfalls Lungenfacharzt, allerdings an der Charité in Berlin. Er hält Stickoxide in der Menge, wie wir sie um uns herum haben, sehr wohl für gesundheitsschädlich. Witt spricht von einer „krankheitsverstärkenden Wirkung“ etwa bei Asthma, chronischem Bluthochdruck oder chronischer Bronchitis. Dieser Kausalität folgte 2016 die US-amerikanische Umweltbehörde EPA. Eben jene Behörde, die den Dieselskandal ins Rollen brachte. Zu jenem Ergebnis kommt auch eine Vielzahl epidemiologischer Studien, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Bericht „Review on evidence on health aspects of air pollution (Revihaap) 2004 genannt werden. Sie alle stellen einen Zusammenhang zwischen der NO2-Exposition von Probanden und Atemwegssymptomen, Krankenhausbesuchen sowie der Sterblichkeitsrate her.

Genau das hatten auch Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts für Umweltmedizin getan und dem kleinen Stickoxid Tausende vorzeitige Todesfälle angehängt. Hetzel warf den Forschern nun vor, dass ihre Warnungen vor Gesundheitsgefahren durch Stickstoffdioxid auf konstruierten mathematischen Modellen basierten, die mit der Realität nichts zu tun haben. Witt hält dagegen, dass man den Beitrag von Stickoxiden auf Krankheits- und Todesfälle zwar „nicht bis auf die Kommastelle ausrechnen“ könne, eine Abschätzung über komplexe Modelle hält Witt aber für durchaus rechtens.

Die Nachweisproblematik liegt im Wirkmechanismus von Luftschadstoffen begründet. „Stickoxide oder Feinstäube sind sogenannte Confounder“, erklärte Witt im Morning Briefing von Garbor Steingart. Als solche trügen sie wie ein Brandbeschleuniger dazu bei, dass ein Mensch, der mit der Zeit älter und schwächer wird und der stets und ständig die Schadstoffe der Luft aufnimmt, krank wird.

Kurzum: Ob Stickoxide nun für einzelne Todesfälle haftbar gemacht werden können oder sie nur ein Zahnrad im krankmachenden Getriebe sind, die Weltgesundheitsorganisation jedenfalls stellte im Jahr 2000 fest, dass sie einem Grenzwert unterliegen müssten (WHO Air Quality Guidelines for Europe). Einig sind sich die Wissenschaftler dagegen, dass Feinstaub, bzw. die Komponenten, die den Feinstaubpartikeln anhängen, gesundheitlich mindestens so relevant sind wie Stickoxide. Die Effekte von NO2 von denen anderer verkehrsbedingter Luftschadstoffe zu trennen, ist aber problematisch.

These 2: Der NOx-Grenzwert ist ein Zufallsprodukt

Wie die meisten Grenzwerte basiert auch der Stickoxid-Grenzwert auf wissenschaftlichen Untersuchungen, auf die bei der politischen Gesetzgebung zurückgegriffen wurde. Die Weltgesundheitsorganisation bezog sich beispielsweise auf klinische Studien, in denen Menschen mit asthmatischen Erkrankungen bei 30-minütiger Exposition eine eindeutige Belastungsreaktion zeigten. „Für den Langzeit-Richtwert schlussfolgerte die WHO, dass eine Festlegung auf der Basis geeigneter Studien nicht möglich sei“, so das Umweltbundesamt heute. „Dennoch zog sie den Wert von 40 µg/m3 aus einer früheren Abschätzung heran“.

Diese WHO-Empfehlung fand schließlich Eingang in die Luftqualitätsrahmenrichtlinie der EU (2008/50/EG), in der neben Grenzwerten für Stickoxide viele weitere Schadstoff-Obergrenzen festgehalten wurden. Allerdings ist die EU nur beim Grenzwert für Stickoxide der WHO gefolgt und hat keinen eigenen, höheren Grenzwert gewählt. Ein Grund dafür könnte sein, dass NOx als Indikator für Luftschadstoffe gilt. Soll heißen: Wo NOx auftritt, gibt es ganz sicher auch andere gesundheitsschädliche Partikel, die wir alle einatmen.

Überhaupt werden Anpassungen nicht beliebig vorgenommen. Vielmehr sind sie der politischen Abwägung zur Verhältnismäßigkeit geschuldet. Bei Stickoxiden etwa steht dem Gesundheitsaspekt im realen Leben das Mobilitätsverhalten vieler Großstädter gegenüber. Dennoch sagt das Umweltbundesamt: „Grenzwerte für Luftschadstoffe sollen alle Gruppen der Allgemeinbevölkerung an allen Orten vor nachteiligen gesundheitlichen Folgen schützen.“ Weil einer gesundheitsförderlichen Qualität der Atemluft eine sehr hohe Bedeutung zukomme.

Wir halten fest: Im Jahr 2000 empfahl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ländern Europas, den Ausstoß von Stickoxiden zu regulieren. Acht Jahre später nahm die EU diese Empfehlung in ihre Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europa auf. Wiederum zwei Jahre später, im Jahr 2010, setzte die Bundesrepublik Deutschland diese Vorgaben in nationales Recht um. In der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV) über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen wird ein Grenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel festgesetzt. Dabei hatten Wissenschaftler, Politiker und Ärzte in erster Linie Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen im Sinn sowie Alte, Schwache und Kinder. Aber auch der Vorsorgegedanke bei heute noch quietschfidelen Menschen spielte bei der Abwägung der Verhältnismäßigkeit eine Rolle.

Und warum ist der Grenzwert in Innenstädten so niedrig und am Arbeitsplatz so hoch?

Tatsächlich gilt im öffentlichen Raum, auf Straßen, Plätzen und im Park eine Grenze von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter. An einigen Arbeitsplätzen dagegen ist eine Konzentration von bis zu 950 µg/m3 zugelassen. Das ist zum einen der anvisierten Zielgruppe geschuldet. Während die Politiker bei der Regulierung der Außenluft-Grenzwerte vor allem die Schwächsten der Gesellschaft schützen wollten, gehen sie bei der Regulierung von Belastungen am Arbeitsplatz von gesunden Erwerbstätigen aus. Dennoch wird in der Maximalen Arbeitsplatz-Konzentration (MAK), in der die Exposition von Arbeitnehmern gegenüber allen möglichen Stoffen und Gasen geregelt ist, von einem begrenzten Zeitfenster von 8 Stunden am Tag und maximal 40 Stunden in der Woche ausgegangen.

Außerdem gelten diese Arbeitsplatzregelungen nur für Arbeitnehmer in Industrie und Handwerk. Und zwar deshalb, weil ein Mechaniker, der an einem Dieselauto arbeitet, oder ein Industriearbeiter, der Schweißarbeiten ausführt, aufgrund seiner Arbeit einer erhöhten Konzentration ausgesetzt ist. Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass dieser Personenkreis eine arbeitsmedizinische Betreuung erhält und deshalb „unter einer strengeren Beobachtung als die Allgemeinbevölkerung“ steht. Für Büroarbeitsplätze und Privaträume gelten dagegen die Richtwerte des Ausschusses für Innenraumrichtwerte (AIR) von 60 µg/m3, der in den 1990er-Jahren festgelegt wurde. Es ist zu erwarten, dass dieser Richtwert angesichts der geringeren Grenzwerte für die Außenluft in der nächsten Zeit verschärft wird.

These 3: NOx-Grenzwerte werden unsachgemäß gemessen

Wenn Messungen zu Ergebnissen führen, die unerwünscht sind, kommen schnell Zweifel an der Messung selbst auf. Deshalb werfen wir zunächst einen Blick auf die Rahmenbedingungen, denen Stationen zur Luftqualitätsmessung unterliegen. Da wäre zum einen der 3. Anhang der EU-Luftqualitätsrichtlinie (2008/50/EG), in der die Standorte der Probeentnahmestellen für Messungen von Stickstoffdioxid und weiteren Schadstoffen in der Luft festgehalten ist. Und ihr deutsches Pendant, die 39. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV). „Sie wurde aber nicht gänzlich 1:1 übernommen, etwa wenn es um die freie Anströmung des Probeannahmekopfes geht“, erklärt Rudolf Neuroth, Geschäftsführer der VDI/DIN-Kommission zur Reinhaltung der Luft (KRdL).

In der Luftqualitätsrahmenrichtlinie der EU steht, dass der Luftstrom um den Messeinlass in einem Umkreis von mindestens 270° nicht beeinträchtigt werden darf und keine Hindernisse vorhanden sein dürfen, die den Luftstrom in der Nähe der Probeentnahmeeinrichtung beeinflussen. Oft stehen Messcontainer aber neben der Straße vor einer Hauswand, da lassen sich 270° einfach nicht realisieren.

Der EU war das wohl bewusst, denn sie schrieb einleitend die zwei Worte: „soweit möglich“. Die Deutschen setzten das ganz pragmatisch um und fordern in der BImSchV: „Bei Probenahmestellen an der Baufluchtlinie soll die Luft in einem Bogen von mindestens 270° oder 180° frei strömen“. Es geht also wieder einmal um die Verhältnismäßigkeit und um Praktikabilität. Wenn man alle Kriterien, die gesetzlich vorgesehen sind, einhalten wollte, würden die Container in manchen Fällen entweder mitten auf der Straße oder mitten auf dem Gehweg stehen. Stattdessen suchen die aufstellenden Behörden hier den nächstmöglichen machbaren Ort – mit Stromanschluss. Denn die komplexe Messstation möchte natürlich auch mit Elektrizität versorgt werden.

Neuroths Eindruck ist, dass die Behörden sich mit den Messungen „ganz viel Mühe geben. Mit Modellrechnungen und Passivsammlermessungen ermitteln sie, wie die Konzentrationsverläufe im Straßenverlauf sind, wie es genau an dem Punkt ist, der nach Maßgaben der EU-Direktive nötig wäre und wie es an dem Punkt aussieht, an dem – aus welchen Gründen auch immer – der Container tatsächlich steht.“

 

Die Gegenargumente finden Sie noch einmal im Artikel „Der NOx-Grenzwert ist ein Zufallsprodukt“

Der Beitrag Der Stickstoffdioxid-Grenzwert hat seine Berechtigung erschien zuerst auf ingenieur.de – Jobbörse und Nachrichtenportal für Ingenieure.

Bauwirtschaft

via ingenieur.de – Jobbörse und Nachrichtenportal für Ingenieure http://bit.ly/2S7carj

January 25, 2019 at 03:00PM

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